Sie befinden sich momentan hier: //  STARTSEITE

Aktuell:

Der Kreistag bekennt sich zur Verwirklichung des Hochberger Tunnels

Am 21. Oktober 2011 hat der Kreistag mit Mehrheit die Verwirklichung des Gesamtprojekts Hochberger Tunnel beschlossen. Der Beschluss im wortlaut: "Der Kreistag

b e s c h l i e ß t

mit 42 Ja-Stimmen und 41 Nein-Stimmen bei 4 Enthaltungen:

  1. Die Baumaßnahme Tunnel Hochberg verbleibt im Kreisstraßenbauprogramm 2012 -2016 ff.

  2. Es wird eine Vorplanung für dieses Projekt in Auftrag gegeben mit dem Ziel, qualifizierte Unterlagen für einen Antrag zur Gewährung eines Landeszuschusses zu erhalten.

  3. Der Beteiligung an den Vorplanungskosten in Höhe von 50 Prozent aus zunächst 250.000 € und anteilig zu 50 Prozent an allen weiteren noch anfallenden Entwurfsplanungskoten für den Bau des Hochberger Tunnels wird zugestimmt. Gleichzeitig wird der Durchführung der Gesamtmaßnahme unter Berücksichtigung einer Kostensteigerung - zum Beispiel für die Inflationsrate oder für die Ergebnisse der Ausschreibung - von maximal 20 Prozent unter der Voraussetzung der Gewährung der Landesförderung zugestimmt.
  4. Der Landkreis erklärt sich dazu bereit, 50 Prozent der laufenden Betriebskosten für diesen Tunnel auf Dauer zu übernehmen.

  5. Der Landkreis bekennt sich zur Verwirklichung des Gesamtprojekts.


Es sind 87 Kreisrätinnen und Kreisräte anwesend."

In einer spannenden und knappen Entscheidung setzte sich der Kreistag in seiner Sitzung gegen die ablehnende Empfehlung der Landkreisverwaltung und das enttäuschende Votum des Technischen Ausschusses durch. >>mehr


Kommentar der Stuttgarter Zeitung:
Es ist vollbracht. Der Kreis hat sich positioniert.>>mehr


Stimmen zum Hochberger Tunnel:

Landrat Rainer Haas: Wenn der Kreistag die Dinge anders (als in der Empfehlung zur Abstimmung im Kreistag) beurteile, werde er dies akzeptieren. "Dann werde mich mit voller Kraft für den Bau einsetzen" (Stuttgarter Zeitung, 20.10.2011)

Jürgen Vogt, Leiter des Verkehrsdezernats: "Wir akzeptieren das Votum. Rein fachlich gesehen wäre der Bau des Tunnels ohnehin eine sehr interessante Aufgabe für uns" (Stuttgarter Zeitung, 25.10.2011)

Karl-Heinz Schlumberger, Oberbürgermeister Remseck und Kreistagsmitglied: "Der Tunnel ist die einzige mögliche Alternative. Andere Lösungen haben sich als untauglich erwiesen"."Die Kreisverwaltung hat in geradezu pedantischer Art die Kostenrisiken hochgerechnet um den Tunnel möglichst negativ darzustellen". (Ludwigsburger Kreiszeitung, 22.10.2011),(Stuttgarter Zeitung, 22.10.2011)

Steffen Kirsch, Vorsitzender CDU Remseck: "Man kann nicht über Jahre kostenlose Versprechungen machen, um diese dann zu kassieren, wenn sie finanziell bedeutsam würden" (Amtsblatt Remseck 27.10.2011)

Swantje Sperling, Bündnis 90 / Die Grünen Kreistagsmitglied, Gemeinderatsmitglied: "Es geht hier deshalb auch fundamental um Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und das Vertrauen in politische Absichtserklärungen" (Amtsblatt Remseck 27.10.2011)

Daniel Renkonen, Bündnis 90 / Die Grünen, Kreistagsfraktionsvorsitzender und AUT-Mitglied, Landtagsabgeordneter: "Der Tunnel ist die bestmögliche Lösung und ich stehe zu meinem Versprechen, das ich in Hochberg gegeben habe" (Bietigheimer Zeitung 24.10.2011)

Erika Schellmann, FDP Kreisrätin: "Wir dürfen und können die Menschen in Hochberg nicht länger im Unklaren darüber lassen, ob und mit welcher Unterstützung sie vom Kreis in dieser Sache rechnen dürfen. Das ist auch eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit". (Rede im Kreistag zum Tunnel 21.10.2011)

Judit Raupp, SPD Kreisrätin: "Ich habe gegen diesen Antrag gestimmt" (Amtsblatt Remseck 27.10.2011)

Margit Liepins, SPD Kreisrätin und AUT-Mitglied im Kreistag "Da kann man in Hochberg für wesentlich weniger Geld ein paar Häuser abreißen" (Stuttgarter Nachrichten 10.11.2010)



Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Mitteilungen/Presse.

Eine Kurzübersicht zum gesamten Tunnelprojekt finden Sie in dieser PDF-Präsentation







Die Hochberger Initiative Tunnel (H.I.T.)

ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Förderung der Lebensqualität im Ortsteil von Remseck-Hochberg verschrieben hat. Für H.I.T. engagieren sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aktiv und passiv. H.I.T. ist parteipolitisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig. Alle die uns gerne unterstützen wollen, können dies vielfältig tun. Vertreten Sie unsere Interessen in Diskussionen, werden Sie Mitglied oder helfen Sie uns mit einer Spende.



Die Situation:

Seit Jahren leidet der Remsecker Ortsteil Hochberg am Durchgangsverkehr. 2007 fuhren ca. 16000 Kraftfahrzeuge täglich durch die Hauptstrasse im Ortskern (2000 waren es noch 13000) - Tendenz: weiter stark steigend.

Die Hochberger Hauptstrasse hat teilweise nur eine Breite von etwas über vier Meter, d. h. sie war für ein Pferdefuhrwerk, aber nicht für eine Blechlawine konzipiert. Zur Lärm- und Emmissionsbelästigung kommt außerdem noch ein hohes Sicherheitsrisiko für Fußgänger und insbesondere für Schulkinder. Die schmale Hauptstrasse hat abgesenkte Bordsteine, auch fehlt es an überquerungsmöglichkeiten.

Das Verkehrsaufkommen in Hochberg liegt teilweise über dem von manchen Bundesstrassen. Um der Vorstellung, 13000 Fahrzeuge täglich seien ein Pappenstiel, entgegenzutreten, eine kleine Rechnung: 11827 Autos und 463 schwere Lastkraftwagen wurden am 16. Mai 2000 in der Hauptstrasse gezählt. Bei einer Durchschnittslänge von 4,5 Meter beim Pkw und 9 Meter beim Lkw ergibt das einen Blechlindwurm täglich von über 57 Kilometer - Stoßstange an Stoßstange gedacht - durch Hochberg.


Die Folgen:

Unaufhörlicher und nicht zumutbarer Verkehrsfluss durch den Ort, Verkehrsstauss morgens, nachmittags und abends. Sicherheitsrisiko für Fußgänger, insbesondere für Kinder und Senioren, Verlust an Lebensqualität in Hochberg.

Wie soll Hochberg mit der niederschmetterden Verkehrsprognose für die Region Mittlerer Neckar, mit einen Verkehrswachstum bis zum Jahr 2015 von mindestens 50 Prozent für den Güterverkehr und 15 Prozent für den Personenverkehr (Quelle: Stuttgarter Zeitung 23.1.03 / Institut für Verkehrswissenschaft in Köln - eine im Auftrag der IHK erstellte Studie), die sich täglich durch den Ort wälzen, fertig werden?


Die Lösung:

Untertunnelung von Hochberg, da eine Umfahrung von Hochberg aus geographischen und ökologischen Gründen nicht sinnvoll ist. Verlagerung des Durchgangsverkehrs unter die Erde.


nach oben