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Kosten für den Bau des Tunnels:

Nach den Planungen des Büros Klinger & Partner soll der Tunnel eine Länge von ca. 700 m in bergmännischer Bauweise (zweispurig) haben. Dazu kommen Zufahrten und ein kurzes Stück in offener Bauweise. Im März 2001 hatte H.I.T. einen Tunnelbauingenieur eingeladen, der aktuell die Kosten für den laufenden Meter "bergmännisch-zweispurig" auf 25.000 EUR bezifferte. Hieraus würden sich ca. 17,5 Mio EUR ergeben. Eine Gesamtkostenschätzung von 20 Mio EUR erscheint angemessen und deckt sich im wesentlichen mit dem Ergebnis des geophysikalischen Gutachtens der Fa. Aque-Geo GmbH von 1996, das 19,1 Mio EUR ermittelte, und einem Schreiben des Straßenbauamtes Besigheim vom 2.7.2001, das ebenfalls von ca. 20 Mio EUR ausgeht.

Tunnelplaner und -Experten weisen darauf hin, dass die Kostenentwicklung beim Tunnelbau im letzten Jahrzehnt durch den Konkurrenzkampf der Unternehmen stark rückläufig sei. Es sei damit zu rechnen, dass das Projekt heute etwa 20 Prozent billiger zu verwirklichen sei als Mitte der neunziger Jahre angenommen (siehe unter Mitteilungen \ Presse 12.4.2003).

70% dieser Kosten würden durch Mittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) abgedeckt. Es Verbleiben daher für den Landkreis als Träger der Maßnahme 6 Mio EUR, an denen sich die Gemeinde Remseck wahrscheinlich beteiligen müsste. Selbst im ungünstigen Fall einer 50:50 Aufteilung der Kosten zwischen Landkreis und Gemeinde bleiben an Remseck dann "nur" (bezogen auf die Gesamtkosten) 3 Mio EUR hängen.


Kosten der Ausführungsplanung:

Auf Anfrage aus dem AUT (Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistages) vom Fraktionsvorstand der CDU, beziffert das Straßenbauamt Besigheim in seinem Antwortschreiben vom 2.7.2001, die Kosten für die Ausführungsplanung auf 1,5 - 2 Mio EUR. Diese sind nicht GVFG-förderfähig und müssten vom Landkreis als Träger der Maßnahme erbracht werden.


Kosten der Entwurfsplanung:

Der vorgenannte Tunnelbauingenieur bezifferte die Entwurfsplanungskosten auf 150.000 bis 300.000 EUR. Diese Entwurfsplanungen müssen für den GVFG-Antrag eingereicht werden. Dem Landrat liegt bereits ein entsprechender Antrag vor.


Kosten für die Gemeinde:

Insgesamt sind die Kosten, die auf die Gemeinde zukommen, wohl mit ca. 3 Mio EUR zu beziffern. Dies ist natürlich kein kleiner Betrag, aber ein Betrag, der sich in die Größenordnungen anderer Projekte einreiht, die in den nächsten Jahren in der Gemeinde Remseck anstehen. Da die Fördermittel aus dem GVFG-Gesetz bis mindestens 2005 wohl ausgeschöpft sind, ist auch erst mittel- und langfristig mit diesem Mittelbedarf zu rechnen. Entsprechendes gilt auch für das mittelfristige Kreisstraßenprogramm des Landkreises Ludwigsburg, das wohl bis 2008ff bereits beschlossen ist.



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